Corona als Chance – wie Firmen von Digitalisierungsförderung profitieren können


Von Laura Mangels Junior Marketing Manager Beitrag vom 06.03.21

„Deutsche Firmen fürchten, den Anschluss bei der digitalen Transformation verpasst zu haben.“ „Deutsche Schulen Schlusslicht beim digitalen Lernen.“ Es sind Schlagzeilen wie diese, die seit Monaten durch die Medien gehen, die Gemüter erhitzen und zeigen: Es gibt viel zu tun in diesem Land, um international nicht den Anschluss zu verlieren. Die derzeitige Corona-Krise eröffnet aber auch die Möglichkeit, digital nach- oder aufzurüsten. Finanzielle Anreize wie die Überbrückungshilfe III ermuntern nun zusätzlich, digitale Strategien voranzutreiben, denn sie beinhalten auch die Erstattung von Investitionen in die Digitalisierung. Ein Beispiel aus der Praxis: Übersetzungsleistungen gelten als Corona-Investitionen und sind bis zu 90 Prozent erstattungsfähig. Anträge können bis zum 31. August 2021 gestellt werden. Die nächsten Wochen sollten also genutzt werden, um Digitalisierungs- sowie Internationalisierungsprojekte anzustoßen. Vom Podcast bis zur SEO-Initiative, vom E-Learning-Tool bis zur Website oder zur Untertitelung eines Videos gibt es viele Bereiche, bei denen professionelle Übersetzungspartner unterstützen, die Kosten zurückerstattet werden können.

Die Corona-Pandemie hat mit all ihren Herausforderungen, Einschränkungen, Bedrohungen und Video-Konferenzen auch dafür gesorgt, dass das Thema Digitalisierung bei vielen auf der Agenda weit nach oben gerückt ist. Fördermaßnahmen wie die Überbrückungshilfe III erleichtern die Entscheidung deutscher Unternehmen, mehr Digitalisierung zu wagen.

Doch worauf sollten Unternehmen gezielt achten, um digitalisierungsfit zu werden und sich wettbewerbsstark aufzustellen? Die folgenden Tipps helfen weiter:

  • Auf fundierte Planung setzen: Der Digitalisierungsschub sollte durch das gesamte Unternehmen gehen. Das setzt voraus, dass alle Abteilungen an einem Strang ziehen. Dies wiederum erfordert fundierte Planung und engmaschige Kommunikation. Welcher Content sollte im Zuge einer Internationalisierung beispielsweise lokalisiert werden? Wo gibt es Überschneidungen? Welcher Übersetzungspartner kann helfen? Zu Beginn eines jeden Digitalisierungsprojekts muss eine detaillierte Strategie festgelegt werden, die alle Beteiligten ins Boot holt – vielleicht nicht alle auf einmal, aber zumindest gut aufeinander abgestimmt.
  • Fehlertoleranz und neue Firmenkultur entwickeln: Darüber hinaus ist es wichtig, die Kultur des Unternehmens schrittweise an die jeweils neuen Herausforderungen und Begebenheiten anzupassen. Dieser Prozess geschieht nicht über Nacht und erfordert abermals gut durchdachte Vorbereitung, die alle Mitarbeiter involviert. Es muss diesbezüglich stets in Ordnung sein, Fragen zu stellen, Fehler zu riskieren und zu machen, um so Raum für Neugier und Neues zu schaffen.
  • Abteilungen und externe Experten vernetzen: Die Digitalisierung ist keine One-Man-Show. Deshalb ist eine Kooperation mit Experten, beispielsweise beim Webseitenprojekt, und sogar anderen Unternehmen der Branche angesagt. Konkurrenzdenken muss hier zunächst in den Hintergrund rücken. Im Fokus steht stets die Flexibilität: Nur wer agil und offen auf Neues zugeht, kann das meiste aus dem Digitalisierungspotenzial herausholen.
  • Ziele klar formulieren: Eine zentrale Grundlage jeder erfolgreichen Digitalisierungsstrategie ist die Formulierung klar verständlicher Ziele: Was soll erreicht werden? Wer profitiert von Projekt A oder Vorhaben B? Welchen konkreten Nutzen gibt es? Erst wenn die Ziele definiert sind, kann die tatsächliche Umsetzung beginnen.
  • Zielgruppenrelevante Services und Inhalte schaffen: Hinzukommt, dass sich auch digitale Services und Anwendungen stets nach den Anforderungen und Bedürfnissen einer Ziel- oder auch Kundengruppe richten sollten. Sie wollen junge Bewerber oder neue Kunden ansprechen? Dann ist für diese Gruppe der Digital Natives eine gut gemachte Website oder ein Social Media-Account essentiell, der es jungen, kreativen Unternehmen sowie Retailern und Shop-Betreibern beispielsweise ermöglicht, Produkte vorzustellen. Dies erfordert professionelle Übersetzungen, denn international erfolgreiche Kundenansprache gelingt nur mit hochwertigem fremdsprachigem Content. Zudem muss auf einen nahtlosen und optimalen Customer Service geachtet werden.
  • Mit einem Projekt starten und dann Schritt für Schritt weiter digitalisieren: Die Digitalisierung erscheint so manchem als schier unüberwindbares Mammutvorhaben. Allein dieses Denken schreckt davor ab, den ersten Schritt zu gehen. Deshalb ist es ratsam, mit einem konkreten, eher kleinen Vorhaben zu starten, mit dem sich schnell erste Erfolgserlebnisse erzielen lassen. Aber auch Fehler dürfen gemacht, Experimente gewagt werden. Ein Beispiel sind personalisierte Services für verschiedene Zielgruppen. Ein derartiges schrittweises Vorgehen stellt am besten die Weichen für kontinuierlichen Digitalisierungserfolg. Zudem bringt es auch nichts, die gesamte Firmenstruktur von einem Tag auf den anderen transformieren zu wollen.
  • Erfolge gemeinsam feiern: Teilschritte und -projekte, Beispiel Internationalisierung des Online-Auftritts, sind angebracht. Eventuell können diese Projekte auch in verschiedene Unterprojekte aufgeteilt werden, um – wie bereits erwähnt – immer wieder kleine Erfolge feiern zu können. Ein weiterer wichtiger Tipp an dieser Stelle: Halten Sie Mitarbeiter und Kollegen stets auf dem Laufenden und feiern Sie mit ihnen, wenn ein neues Tool implementiert und eine neue App an den Start gegangen ist. Der Shop ist nun auch auf Schwedisch online? Wunderbar, informieren Sie unbedingt und zeigen Sie so, dass Stillstand für Sie keine Option ist.
  • Eine klare Datenstrategie entwickeln: Wenn immer mehr Anwendungen und Systeme hinzukommen, geht dies mit einem riesigen Datenwachstum einher, Stichwort: Big Data. Das bedeutet für Unternehmen, dass sie eine umfassende Datenstrategie nebst Sicherheitsstrategie entwickeln müssen. Und auch externe Partner wie etwa Übersetzungsagenturen sollten garantieren können, dass Daten wie etwa Finanzberichte, bei ihnen in sicheren Händen sind.
  • Systeme koppeln: Darüber hinaus ist es ratsam, Systeme miteinander zu verknüpfen, um Synergien zu schaffen, den Aufwand zu minimieren und den Überblick zu stärken. Ein Beispiel: ACT bietet seinen WordPress-Kunden einen einfachen Einsatz des WPML-Plugins für die Lokalisierung von mehrsprachigen Webseiten.
  • Daten umfassend analysieren: Neue Tools unterstützen aber auch das Auswerten großer Datenmengen. Unternehmen müssen daher kontinuierlich eruieren, welche Analysen und Auswertungsoptionen sinnvoll sind, um beispielsweise neue Erkenntnisse über das Kundenverhalten zu gewinnen. Hat ein Webshop vermehrt Traffic aus Spanien oder Italien? Ein Übersetzungspartner hilft bei der Lokalisierung von Content. So lassen sich individuelle Dienstleistungen oder ein maßgeschneiderter Kundendienst entwickeln. Fundierte Datenanalysen eröffnen außerdem innovative Geschäftsoptionen. Dies ist ein Baustein der Digitalisierung, der in jeder Strategie Berücksichtigung finden sollte.

Jedes IT-Projekt geht einher mit Aufwand und Kosten. Hier eröffnen sich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie derzeit neue Möglichkeiten der Finanzierung. So enthält die Überbrückungshilfe III jetzt eine Erstattung von Investitionen in die Digitalisierung, beispielsweise beim Aufbau oder der Erweiterung eines Online-Shops. Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst. Der maximale Förderbetrag wurde auf 1,5 Millionen Euro (weitere Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen in Vorbereitung) angehoben.

Wie wäre es, jetzt die Website in weitere Sprachen zu übersetzen oder einen EU-weiten Newsletter zu etablieren und so den Weg für eine internationale Zukunft zu sichern? Oder aber eine App oder eine Software zu lokalisieren? Unsere Übersetzungs- und Digitalisierungsangebote helfen Ihnen, den nächsten Schritt in Richtung digitale Zukunft zu gehen.

 

Zur Überbrückungshilfe III



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