{"id":28240,"date":"2024-12-09T16:02:09","date_gmt":"2024-12-09T15:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.act-translations.com\/?p=28240"},"modified":"2025-03-19T15:15:10","modified_gmt":"2025-03-19T14:15:10","slug":"profi-pressetexte-fuer-englische-zielgruppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.act-translations.com\/de-de\/profi-pressetexte-fuer-englische-zielgruppen\/","title":{"rendered":"\u00dcbersetzung in der Pressearbeit: So verfassen Profis Pressetexte f\u00fcr englischsprachige Zielgruppen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Das beste Produkt hat keine Chance, wenn die Welt nichts davon erf\u00e4hrt \u2013 und daf\u00fcr bleibt der klassische Pressetext ein wichtiges Mittel. Im internationalen Kontext m\u00fcssen Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit auf Englisch erfolgen. Aber reicht es wirklich aus, Pressematerialien zu \u00fcbersetzen? Sieben gute Gr\u00fcnde, warum Sie Ihre englischen Press Releases in die Hand von Profis legen sollten.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Menge unterzugehen, ist ziemlich einfach. Deutsche Journalist:innen erhalten im Schnitt&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.cision.de\/ressourcen\/whitepaper\/ebooks\/globaler-state-of-the-media-report-2023\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\"><u>bis zu 50 Pressemeldungen<\/u><\/a>&nbsp;pro Woche, manche deutlich mehr. Selbst gute Texte erreichen ihr Ziel demnach oft nicht. Das kann am Inhalt liegen, an der Form, am Timing, am falschen Adressaten oder auch an Arbeits\u00fcberlastung der Empf\u00e4nger:innen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erfolgreiche \u00d6ffentlichkeitsarbeit: Mehr als \u00dcbersetzung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im internationalen Gesch\u00e4ft kommt oft ein weiterer Grund hinzu. Medienschaffende im englischsprachigen Raum sind zwar genauso interessiert an Pressemitteilungen der Unternehmen, doch sie erwarten in vieler Hinsicht <a href=\"https:\/\/www.act-translations.com\/de-de\/kulturelle-unterschiede-in-der-pressearbeit\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.act-translations.com\/de-de\/kulturelle-unterschiede-in-der-pressearbeit\/\">ganz anderes als ihre deutschsprachigen Kolleg:innen<\/a>. Und hier geht es um mehr als die reine \u00dcbersetzung: Es geht darum, die Aussendungen diesen Erwartungen anzupassen. Eine Lokalisierung, die nur Kenner:innen der Sprache und der journalistischen Kultur beherrschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier sind die 7 wichtigsten Aspekte, auf die es dabei ankommt.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Pressearbeit mit umgekehrter Pyramide<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Deutschsprachige Pressetexte verfolgen oft ein hehres Ziel: Storytelling. Einen Aufbau also, der eine gewisse Spannung oder Neugier erzeugt. Im englischen Sprachraum kann das jedoch schnell danebengehen. Englischsprachige Journalist:innen sind die \u201eInverted Pyramid\u201c gew\u00f6hnt, die Zusammenfassung der wesentlichen Informationen ohne Einleitung gleich zu Beginn. Im Idealfall beinhaltet schon der erste Satz die ber\u00fchmten f\u00fcnf \u201eW\u201c des Journalismus: Wer hat wann was wo und warum getan? Erst danach werden die Details erwartet \u2013 je weniger relevant, desto weiter hinten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass auf diese Weise keine stilistischen Leckerbissen entstehen, liegt auf der Hand. Und es gibt durchaus Redakteur:innen, die die Pyramide gerne wieder auf ihrer Basis stehend s\u00e4hen. Dennoch sind Unternehmen gut beraten, in diesem Fall das Storytelling der N\u00fctzlichkeit f\u00fcr die Public Relations zu opfern.<\/p>\n\n\n\n<p>Fun Fact am Rande: M\u00f6glicherweise ist die Inverted Pyramid eine Folge der Einf\u00fchrung des Telegrafen, als lange Texte teuer waren und immer die Gefahr bestand, die Verbindung zu verlieren.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Content in kleinen Einheiten verfassen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>\u00dcber den Wunsch nach m\u00f6glichst kurzen S\u00e4tzen l\u00e4sst sich leicht die bildungsb\u00fcrgerliche Nase r\u00fcmpfen. Doch die vor allem bei US-amerikanischen und britischen Redakteur:innen ausgepr\u00e4gte Erwartung hat nichts mit geringerer Bildung zu tun, sondern mit h\u00f6herem Anspruch an die N\u00fctzlichkeit. Vor allem in diesem Sprachraum sind Presseinformationen reine Nutz-Texte. Wer hier zu lange S\u00e4tze oder zu komplexe Satzstrukturen einsetzt, verspielt sehr schnell die Aufmerksamkeit der Redaktion.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich sieht es mit den Abs\u00e4tzen aus, auch diese sollten in der englischsprachigen \u00dcbertragung m\u00f6glichst kurz ausfallen. Dazu geh\u00f6rt auch, sie immer wieder durch Zwischentitel zu gliedern. Den Wunsch nach kurzen Abs\u00e4tzen mit dem generellen Online-Leseverhalten und der Sprache der Social Media in Verbindung zu bringen, liegt nat\u00fcrlich nahe. Auch hier gilt f\u00fcr die erfolgreiche Pressearbeit: N\u00fctzlichkeit vor \u00c4sthetik.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcrze wird auch vom Text in seiner Gesamtheit erwartet. Mit im Schnitt 300 bis 400 W\u00f6rtern sind englische Pressemitteilungen deutlich k\u00fcrzer als deutsche. W\u00e4hrend sie hierzulande neben den Kernbotschaften oft auch umfangreiche Hintergrundinformationen bringen, sind diese im englischen Sprachraum meist \u00fcber Verlinkungen erreichbar.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"3\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Punkt f\u00fcr Punkt: Die Bullet Points in Texten<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Sie haben \u2013 zumindest bei gro\u00dfen Unternehmen \u2013 schon lange Einzug in die Pressematerialien gefunden: Die Bullet Points, die die wesentlichen Informationen auf einen Blick erkennbar machen. F\u00fcr Storytelling-Puristen ein Graus, sind sie in englischsprachigen Presseaussendung dennoch nahezu ein Muss.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"4\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Pressetexte d\u00fcrfen auch mal informell wirken<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Wer immer wieder mit deutschen Pressetexten zu tun hat, wird eine verbreitete stilistische Eigenart bemerken: Viele von ihnen kommen in einem betont sachlichen, um nicht zu sagen: formellen Ton daher.<\/p>\n\n\n\n<p>In englischen Presse-Kits ist der Ton prinzipiell ein anderer. Auch hier geht es in erster Linie um Fakten, doch die Texte sind deutlich informeller und lebendiger verfasst, was auch die M\u00f6glichkeit beinhaltet, manchmal humorvoll zu sein. In englischen Presseaussendungen sind auch Umgangssprache und lokale Idiome absolut kein No-Go. Der lebendigere Ton zeigt sich unter anderem in der aktiveren Formulierung. Passiv-Konstruktionen sind auch im Deutschen meist unsch\u00f6n \u2013 in den englischen Versionen sollte man sie m\u00f6glichst ganz vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"5\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Jeder Pressemitteilung ihr \u2013 authentisches \u2013 Zitat<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Ein sehr spezielles Thema in der Unternehmenskommunikation sind die Zitate. Auch hier sind deutsche Kommunikator:innen oft \u00fcbervorsichtig \u2013 was unz\u00e4hlige nichtssagende, immer wieder gleichlautende Aussagen des Managements zur Folge hat. Auch amerikanische CEOs sind ihren Shareholdern verpflichtet und wissen, was sie sagen d\u00fcrfen und was nicht. Dennoch tauchen in den Pressematerialien auffallend oft Zitate auf, die eine pers\u00f6nliche Ansicht ausdr\u00fccken beziehungsweise eine gewisse Angriffslust erkennen lassen. Nichtssagende Zitate werden in der englischsprachigen Presse auch bei besten Media Relations nahezu immer ignoriert.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"6\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Infografiken: PR auf einen Blick<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Infografiken haben sich als Element von Presse-Kits zwar auch hierzulande bis zu einem gewissen Grad durchgesetzt, im englischsprachigen Umfeld aber haben sie eine noch gr\u00f6\u00dfere Bedeutung. Als optischen Beitrag zum Storytelling \u201eauf einen Blick\u201c sollten man, wann immer m\u00f6glich, Infografiken erstellen.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"7\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Professioneller Umgang mit Korrekturen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Mit Korrekturen gegen\u00fcber der Presse tut sich verst\u00e4ndlicherweise jedes Unternehmen schwer. Die entsprechende Kultur ist vor allem in den USA jedoch deutlich ausgepr\u00e4gter als in Deutschland. W\u00e4hrend hier meist nur grobe inhaltliche Fehler gegen\u00fcber Journalist:innen berichtigt werden, ist es in den USA durchaus \u00fcblich, auch kleine Abweichungen sofort und v\u00f6llig transparent offenzulegen. Der Effekt ist auch f\u00fcr Unternehmen ein positiver: Die offene Kommunikation f\u00fchrt dazu, dass zumindest kleine Fehler als relativ selbstverst\u00e4ndlich angesehen werden \u2013 so man denn dazu steht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das beste Produkt hat keine Chance, wenn die Welt nichts davon erf\u00e4hrt \u2013 und daf\u00fcr bleibt der klassische Pressetext ein wichtiges Mittel. Im internationalen Kontext m\u00fcssen Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit auf Englisch erfolgen. Aber reicht es wirklich aus, Pressematerialien zu \u00fcbersetzen? 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