Was kosten Übersetzungen eigentlich?

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Ist das Pro-Wort-Modell für Sie geeignet?

Das beliebteste und gängigste Preismodell in der Übersetzungsbranche ist sicherlich die Abrechnung pro Wort. Warum das so ist? Nunja, zum einen lassen sich Wörter mithilfe professioneller Tools zählen und somit auch berechnen. Zum anderen lassen sich hierbei CAT-Tools, also computergestützte Lösungen, einsetzen, die die Arbeit erleichtern. Sie kennen wahrscheinlich die Word-Funktion „Wörter zählen“. Das Prinzip ist hier ähnlich. CAT-Tools können Textpassagen erkennen, welche bereits bei einer Übersetzung verwendet wurden und haben somit positive Auswirkungen auf den Preis.

Die Deutschen sind Europameister – zwar nicht im Fußball, aber wenn es ums Sparen geht. 2020 legten deutsche Sparer:innen nach Berechnungen von ING Deutschland und Barkow Consulting stolze 388,5 Milliarden Euro auf die hohe Kante. Unternehmen sind in diesem Zusammenhang ebenfalls stets auf der Suche nach neuen Wegen, um Kosten einzusparen. Aber sind Übersetzungen eine Möglichkeit, ein paar Euros zu gewinnen? Fest steht: Hochwertige und professionelle Übersetzungen sind ihr Geld wert. Dennoch lohnt es sich, die Preismodelle und Tarife der Übersetzungsbranche einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn nur so lassen sich Unterschiede erkennen und offene Fragen, die es vielleicht zu Preisgestaltungen und Lokalisierungsgebühren gibt, klären.

Wer sich in der Übersetzungsbranche nicht auskennt, mag sich vielleicht fragen, warum Übersetzungen, die auf den ersten Blick doch so ähnlich aussehen, unterschiedlich bepreist werden. Doch es gibt tatsächlich so einige Faktoren, die die Übersetzungskosten beeinflussen können. Dazu zählen beispielsweise die Sprachkombination, der Zeitrahmen, das Thema, der Umfang, Layout und vieles mehr. So kostet eine Last-Minute-Übersetzung mehr als ein Text, für den es längere Vorlaufzeiten gibt. Ein neuropsychologischer Vortrag benötigt einen Übersetzer, der die Thematik kennt, ein besonderes Design dauert länger als ein normales Word-Dokument. Deshalb ist eine genaue Preisgestaltung auf Grundlage der besonderen Merkmale eines Projekts erforderlich. Die folgenden Preismodelle sind in der Branche üblich: Ihr Dienstleister wird entweder pro Wort, pro Zeile (zumeist Normzeilen), pro Seite oder pro Stunde abrechnen. Es gibt Pauschalpreise, Mindestpreise und kundenspezifische Preislisten.

Oder passt die Abrechnung pro Zeile besser?

Normzeilen (55 Zeichen inklusive Leerzeichen) und die Zielsprache der Übersetzung sind andere Kriterien, nach denen Übersetzungen abgerechnet werden können. Zumeist liegen die Preise für eine Normzeile zwischen einem und zwei Euro. Agenturen arbeiten mit dieser Option, da die Zahl der Wörter in verschiedenen Sprachen variieren kann. Denken Sie nur an einige lange Schachtel-Sätze mit vielen Wörtern im Deutschen, die in anderen Sprachen, etwa Englisch, deutlich kürzer sein können.

Vielleicht wird aber auch nach Seite berechnet?

Eine weitere Möglichkeit, die Übersetzungsagenturen anbieten, ist der Preis nach Seitenzahl des Dokuments. Diese Option ist gut geeignet für Content, bei dem eine automatische Wortzählung vielleicht nicht möglich ist, beispielsweise eingescannte PDFs. Für den Sprachdienstleister bedeutet dies einen Mehraufwand, da das Dokument neu erstellt werden muss, um bearbeitet werden zu können. Wenn Ihr Dokument zusätzlich Tabellen, Grafiken und Schemata enthält, wird Ihr Übersetzungspartner Zeit und Mühe aufwenden müssen, um den Inhalt neu zu erstellen, was sich auf die Kosten auswirkt.

Bietet sich ein Stundensatz an?

Sie können es sich wahrscheinlich vorstellen: Unterschiedliche Übersetzer benötigen oft verschieden lang für einen Auftrag. Während erfahrene Übersetzer Aufträge schneller erledigen, kann es sein, dass Neustarter mehr Aufwand haben, noch einmal doppelt überprüfen etc. und so mehr Geld bekommen. Daher ist der Stundensatz besser für die Bearbeitung und Aktualisierung bereits übersetzter Inhalte geeignet. Es ist auch das beste Preismodell für Lokalisierungs-, Transkreations– und Copywriting-Dienstleistungen, aber auch alle Services, bei denen es um die gewisse Prise Kreativität geht.

Wie wäre es mit einem pauschalen oder einem individuellen Preis?

Pauschalpreise sind nicht sehr beliebt oder gängig, da sie zu Unklarheiten führen können. Es gibt aber auch Fälle, bei denen sie hilfreich sind. Nehmen wir eine Übersetzung ins Chinesische: Hier ist ein Preis pro Wort oder pro Seite wenig sinnvoll, da oft mehrere Silben und Wörter in ein einziges Zeichen übertragen werden können. Ist Ihr Projekt hingegen komplex, kann Ihr Übersetzungspartner ein für Sie passgenaues und maßgeschneidertes Preismodell anbieten. Aspekte wie die Komplexität eines Themas, Fachtermini, besondere Zeitwünsche, Gebühren für Lektorat oder Layout können hier zum Tragen kommen. Bei umfangreichen Projekten können Preisnachlässe vereinbart werden. Für Projekte mit einem vorgegebenen Umfang, beispielsweise 300 Wörter, gibt es zudem Mindestpreise. Dies liegt daran, dass die Verwaltungskosten oft höher sind als die tatsächlichen Übersetzungskosten.

Kostenspartipps:
  • Es ist sinnvoll, im Vorfeld zu fragen, wie die Wortzahl berechnet wird, welche Faktoren die Kosten bestimmen und welche Preis- sowie Tarifmodelle es gibt. Wird eine Pauschalgebühr berechnet, sollten Sie mit dem Sprachdienstleister besprechen, wie der Preis berechnet wird.
  • Wird eine Übersetzung aus einer Sprache benötigt, in der die Wörter sehr lang sind, wählen Sie einen Übersetzungspartner, der ein Preismodell pro Wort anbietet.Um die Übersetzungskosten zu senken, sollten Sie Dokumente mit geringer Wortzahl in ein gemeinsames Übersetzungsprojekt zusammenfassen, um Mindestpreise zu vermeiden.
  • Achten Sie auf eine gute Planung und Vorbereitung. Ad-Hoc-Übersetzungsanfragen sind deutlich teurer als Projekte, für die mehr Zeit zur Verfügung steht.
  • Planen Sie eine längere Zusammenarbeit mit Ihrem Übersetzungspartner? Dann fragen Sie nach, ob für Sie ein fester Preisnachlass oder eine Rahmenvereinbarung in Frage kommt. Die Verträge enthalten individuelle Wortpreise für Sprachen oder Staffelungen. Bei der Erreichung eines bestimmten Volumens werden dem Kunden Rabatte oder Skonto gewährt.

 

Weitere interessante und wichtige Tipps, wie Sie Kosten für die Übersetzung sparen können, erfahren Sie in unserem Artikel „So sparen Sie Übersetzungskosten“.

Gemeinsam finden wir das richtige Preismodell für Ihr Übersetzungsvorhaben.

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